Ein Junge (10) weint: “Warum darf ich nicht bei Mama leben?” – Jüdische Familie in Deutschland leidet

Ein Junge (10) weint: “Warum darf ich nicht bei Mama leben?”

 

Jüdische Familie in Deutschland leidet. Scheidungs- und Beziehungs-Hölle seit 10 Jahren – Jüdische Mutter: „Für das Jugendamt im Kreis Minden-Lübbecke bin ich wohl nur Luft“ – Spielt Antisemitismus eine Rolle?

Von Andreas Klamm

Espelkamp / Melle (Niedersachsen). 8. August 2019. Ein Junge, (10), leidet unerträglich viel seit zehn Jahren in Nordrhein-Westfalen. Das Kind ist Opfer und Geschädigter schwerster Gewalt und Misshandlungen, die vom Vater des Kindes ausgegangen sind. Der Vater wurde rechtskräftig aufgrund schwerer Gewalttaten und Misshandlungen verurteilt. Das Kind erlebt dennoch weiterhin täglich die Folgen einer extrem schlimmen „Scheidungs- und Beziehungs-Hölle“ und die Folgen einer gescheiterten, interreligiösen, sehr kurzen Ehe-Beziehung mit nur 14 Monaten Dauer. Die ersten wichtigen Jahre der Kindheit des Jungens wurden in der Scheidungs- und Beziehungs-Hölle und der Folgen im Streit um das Sorgerecht nahezu komplett zerstört. Der Junge versteht die Welt nicht mehr. Warum darf er in Deutschland nicht glücklich sein mit seiner Mama und nach allem Leid was das Kind erlebte, geborgen, liebevoll und sicher bei der Mutter, einer Lehrerin, leben?

Bei schweren Notfällen können Menschen normalerweise die Notrufnummer 112 wählen und Hilfe rufen. Doch wer hilft in Deutschland einer Lehrerin und Mutter mit ihrem 10jährigen Sohn, die Opfer von Gewalt und Misshandlungen sowie zudem erpresst und bedroht wurden. Foto: Infografik

 

Das Kind wurde in einer Misch-Ehe geboren, das meint konkret in einer inter-religiösen Ehe, eines jüdischen und nicht-jüdischen Paares deutscher Herkunft. Die Ehe hat nicht lange gehalten. „Gerade einmal 14 Monate“, erinnert sich die 47jährige Lehrerin und Mutter. Seit vielen Jahren arbeitet sie beruflich mit Kindern, als Pädagogin, genauer als Lehrerin. Nur um das eigene Kind darf sich die Mutter jüdischen Glaubens in Deutschland nicht kümmern. Das Jugendamt im Kreis Minden-Lübbecke habe dafür gesorgt, dass das Kind nur bei seinem Vater sein darf, obgleich jener Vater rechtskräftig aufgrund schwerer Gewalttaten und Misshandlungen an seiner Frau und an seinem Kind vom Gericht verurteilt wurde. Das ist aus der Sicht von Rechtsanwalt Wilfried Schmitz aus Selfkant bei Aachen absolut nicht nachvollziehbar und unverständlich. Seine Mandantin, die Mutter und das Kind selbst wurden mehrfach Opfer häuslicher und familiärer Gewalt, Misshandlungen und Bedrohungen, die vom Vater ausgegangen sei. Der Vater wurde für die Taten rechtskräftig verurteilt.

Diese Angaben und ein kaum in Worte zu fassendes Leid das zum Himmel schreit für die Mutter und das Kind bestätigen in einer Eidesstattlichen Versicherung die Eltern der Mutter. Die Großeltern des Jungen sind ebenso jüdischen Glaubens und Holocaust-Überlebende. Sie wurden in der Zeit des Nationalsozialismus und in den Kriegsjahren 1933 bis 1945 von Deutschland nach Russland vertrieben.

 

Durch die damaligen Veränderungen in Russland fühlten sich die Großeltern nicht mehr sicher in Russland und kehrten vor 31 Jahren nach Deutschland zurück. Ihren Angaben zufolge, fühlen sich die Eltern der geschiedenen Mutter seit etwas mehr als zehn Jahren in die Zeit des Nationalsozialismus und Holocaust zurückversetzt.

Die Gewalt in der damals noch bestehenden Ehe begann bereits kurze Zeit nach der Hochzeit, beschreibt die geschiedene Mutter ihr Leid.

 

Am 30. Juli 2019 dementierte der Vater des Kindes, eine Misshandlung seiner früheren Ehefrau und seines Kindes. Nach Informationen von Rechtsanwalt Wilfried Schmitz sind diese Angaben jedoch durch eine Eidesstattliche Versicherung der Zeugen und Großeltern widerlegt. Die Großeltern bestätigen schriftlich die Gewalt-Akte, Misshandlungen, Drohungen und Angriffe schwerwiegender Art. Darüber hinaus gibt es ein rechtskräftiges Strafurteil und einen ärztlichen Bericht einer Ärztin vom 19. Juli 2017, der die Misshandlungen an Mutter und Sohn bestätigt.

 

Für außenstehende Betrachter mag daher noch unverständlicher erscheinen, aus welchen Gründen das Jugendamt des Kreises Minden-Lübbecke den Vater mit einem alleinigen Umgang mit seinem Sohn „bevorzugt“, während die Mutter bei der Sohn alleinig noch vor wenigen Wochen wohnen wollte, komplett abgeschottet wird und keinen Umgang mit ihrem Sohn haben darf. Die Opfer von häuslicher und familiärer Gewalt und schweren Misshandlungen werden damit ein weiteres Mal und zweites Mal zum Opfer gemacht, während der frühere Täter, der Gewalt und Misshandlungen gegen Mutter und Kind verübte, geschützt werde.

 

Spielt Antisemitismus eine Rolle? Die Mutter berichtet von unglaublich klingenden Drohungen, die vom Jugendamt ausgegangen sein sollen. Man habe ihr gedroht, dass sie nach der Scheidung von ihrem deutschen Ehemann nicht hätte den jüdischen Mädchennamen annehmen dürfen“, schreibt die Lehrerin in einem Brief an Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier. Die Drohung einer Mitarbeiterin des Jugendamtes so wörtlich: „Das wird Ihnen noch leid tun.“ Obgleich sie keine „Muttersprachlerin“ der deutschen Sprache sei, stünde ihr noch nicht einmal ein Beistand vor Gericht zu. Die religiösen und kulturellen Wurzeln zum jüdischen Glauben würden abgeschnitten, weil man keine religiösen, insbesondere keine jüdischen Traditionen und Feiertage feiern dürfe.

 

Die Mutter hat Tagebuch über die Katastrophen von Gewalt und Misshandlungen in der Ehe und nach der Scheidung geführt. Eine gerichtliche Wegweisung wurde nach letzter Gewalttätigkeit am 9. Oktober 2009 verhängt. Das Jugendamt habe die Mutter des Kindes gezwungen „abzustillen“, damit der Vater trotz Näherungsverbot einen begleiteten Umgang mit dem gemeinsamen Kind erhalten kann.

 

In den Tagebuch-Aufzeichnungen der jüdischen Mutter macht eine Notiz und Drohung des Jugendamtes gegen die jüdische Mutter besonders betroffen, so wörtlich: „Dann kommen wir das Kind holen – danach sehen sie es nie wieder.“

 

Wurde die Mutter unter Druck gesetzt und erpresst? Der geschädigten und misshandelten Frau habe man laut Tagebuch-Eintrag der Mutter versprochen, dass wenn sie erkläre sie habe die Gewalttätigkeiten nur frei erfunden, könne sie ihr Kind und das Sorgerecht wieder erhalten. Dies war nicht die einzige Erpressung schreibt die geschädigte Mutter und Frau. Es folgte eine Erpressung nach der anderen Erpressung.

 

 

Antisemitismus: Richterin läßt öffentliche Verhöhnung im Gerichtssaal zu

Eine Lehrerin, eine extrem Leid geprüfte Mutter und Frau, die sich nichts mehr wünscht, als ihren Sohn liebevoll in die Arme schließen zu dürfen, hat noch mehr Leid an einem Ort erlebt, an dem man dies normalerweise nicht für möglich hält in Deutschland: Im Gericht.

 

Im Tagebuch hat die Mutter dokumentiert: „Eine Richterin ließ zu, dass eine jüdische Mutter wegen ihrer großen Nase vom Vater des Kindes öffentlich verhöhnt wird.“ Nach der Verhöhnung folgte die öffentliche Beleidigung „So eine wie die, braucht Zuckerbrot und Peitsche.“, soll der frühere Ehemann vor Gericht gesagt haben.

 

Nicht nur die jüdische Mutter wurde bedroht, auch der zehnjährige Junge wird erpresst und bedroht, dokumentiert ein weiterer Tagebuch-Eintrag: „Wenn du weiter weinst und sagst du willst zur Mama zurück, dann wirst du sie nie wieder sehen.“ Eine Zeugin kann die Ereignisse bestätigen.

 

Es bleibt nicht bei einer Drohung gegen das Kind im Kinder-Heim: „Du sollst die Hoffnung verlieren je wieder zu Mama nach Hause zu kommen.“ Es gibt eine schriftliche Bestätigung einer Zeugin zu diesem Ereignis.

 

Die Großeltern sind Überlebende des Holocaust. Das Akademiker-Ehepaar, der Ehemann ein Bauingenieur, die Ehefrau eine Mikrobiologie, überlebten selbst eine schreckliche Kindheit und die Katastrophe des Nationalsozialismus und der Kriegsjahre in den Jahren 1933 bis 1945. Die jüdischen Großeltern wurden in die frühere Sowjetunion verschleppt. Nach 43 Jahren kehrten sie nach Deutschland zurück und leben seit 31 Jahren in Deutschland, schreibt das Paar in einem Brief an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. „Seit mehr als einem Jahrzehnt fühlen wir uns in Nazi-Deutschland zurückversetzt“, schildern die Großeltern sorgenerfüllt die Ereignisse.

 

Der frühere und inzwischen geschiedene Ehemann habe die Ehefrau in Bezug zu seinen persönlichen Verhältnissen und Biografie von Anbeginn an belogen. Kurz erklärt: Er habe nicht die Wahrheit gesagt und sei als Betrüger erkannt worden.

 

Kindesvater verlangte den Tod des Sohnes: Kein Leben für das Kind

 

Die Großeltern schreiben in ihrer Eidesstattlichen Versicherung weiter. Wenn es nach dem Kindesvater gegangen wäre, dürfte der Junge (10) heute nicht leben. Der Vater forderte von seiner schwangeren Frau die Abtreibung des Kindes. Bereits kurz nach der Eheschließung setzte die Gewalttätigkeit des früheren Ehemannes gegen die Tochter des Paares und gegen die junge Lehrerin ein, so dass diese flüchten mussten zu Verwandten, zu den Eltern und auch in das Frauenhaus.

 

Kein Eheglück: Nur zwei Monate nach der offiziellen Eheschließung wollte die Frau den Ehemann verlassen. Doch er habe der Mutter des Kindes gedroht, bestätigen die Eltern der Lehrerin und die Großeltern. Als der Sohn geboren wurde, lebte die Tochter bereits mehrere Monate vom Ehemann getrennt. Der Vater des Kindes wurde mehrfach gewalttätig. Nur 14 Monate nach der Eheschließung folgte die Scheidung. Aufgrund der Verletzungen, zugefügt vom Ehemann, musste die jüdische Mutter mehrfach in das Krankenhaus zur stationären Behandlung. Der Ehemann soll auch auf seinen eigenen Sohn losgestürmt sein. Die Mutter warf sich zwischen den Sohn und den Ehemann und musste anschließend erneut im Krankenhaus versorgt werden. Der Ehemann bedrohte mehrfach auch die Schwiegereltern.

 

Der Vater der Kindesmutter hat in der Folge der katastrophalen Ereignisse einen Schlaganfall erlitten. Der inzwischen, geschiedene Ehemann bedrohte seine Ehefrau damit „schlimmste Sachen anzutun.“ An die vom Gericht verordnete Wegweisung hat sich der geschiedene Ehemann nicht gehalten.

 

Die Großeltern des Kindes machen gegenüber dem Jugendamt schwere Vorwürfe: „Wir wurden nicht befragt, man hat uns nicht gehört und unserer Tochter und uns nicht geglaubt. Wie kann das Jugendamt so blind sein? Liegt es daran, weil wir jüdischen Glaubens sind?“

 

Der frühere Ehemann soll der jüdischen Familie damit gedroht, er nannte es „versprochen“ haben, das Leben für die jüdische Familie, das meint für die Eltern und für die Tochter so wörtlich „Alles zu tun um das Leben für die jüdische Familie in Deutschland zur Hölle“ zu machen.

 

Der Vater der Kindesmutter beklagt weiter: „Seit 959 Tagen durfte unser Enkel keine jüdischen Feiertage und Traditionen feiern, nicht nach unserer Religion leben. Soll unser Enkel-Kind die Wurzeln seiner Herkunft vergessen?“

 

Der jüdische Vater schreibt über seine Tochter: „Unsere Tochter war und ist stets ein sehr anständiger und redlicher Mensch. Ihr Kind ist bei unserer Tochter am besten aufgehoben.“ Die Großeltern wollen jeden Tag vor G-TT beten und darum kämpfen, damit der Enkelsohn nach Hause zur Tochter und zu seiner Mutter kommt und glücklich mit ihr leben darf und kann.

 

Die Entscheidung des Jugendamtes den Leid-geprüften, 10jährigen Sohn zum früheren Täter von Gewalt und Misshandlungen, dem Kindesvater zu geben, statt die Opfer von Entrechtung, Misshandlung, Bedrohung und Verfolgung Mutter und Sohn zu schützen, Liebe und Geborgenheit zu gewährleisten, ist kaum verständlich und nachvollziehbar. Ernste Gefahren für Mutter und Sohn Kind können im Angesicht der Schilderungen unzählig, vieler Ereignisse über Gewalt, psychischer und physischer Art und über Misshandlungen seitens des Vaters des Kindes, von drei Zeugen (Großeltern und Mutter des Sohn) sowie von weiteren, außenstehenden Zeuginnen bestätigt, nicht ausgeschlossen werden.

 

Wird das Kind je Gerechtigkeit, Liebe, Sicherheit, Glück und Geborgenheit mit seiner Mutter in Deutschland erleben dürfen?

Presse- und Medien-Kontakt: Rechtsanwalt Wilfried Schmitz, De-Plevitz-Str. 2, 52538 Selfkant, Telefon: 02456 / 5085590, Fax: 02456 / 5085591, Mobil: +49 1578 7035614, E-Mail: info@rechtsanwalt-wilfried-schmitz.de  oder ra.wschmitz@googlemail.com, Intenet: https://www.rechtsanwalt-wilfried-schmitz.de

Ausführliche und weitere Informationen

Das Schicksal der Kindesmutter A. – Wenn (realer) Antisemitismus wieder salonfähig wird

Link: https://www.nachrichtenspiegel.de/2019/05/28/das-schicksal-der-kindesmutter-a-wenn-realer-antisemitimus-wieder-salonfaehig-wird/

Das Schicksal der Kindesmutter A. – Wenn (realer) Antisemitismus wieder salonfähig wird

Kinderheime als Stasi-2.0-Geschäftsmodell?

Worüber ganz Deutschland sprechen sollte:

Link: https://www.rechtsanwalt-wilfried-schmitz.de/kinderheime-als-stasi-2-0-geschaeftsmodell

 

© 2019. 8. August 2019

 

 

Impressum, V.i.S.d.P.:  Regionalhilfe.de Arbeitsgemeinschaft für Medien- und Hilfeprojekte / ISMOT International Social And Medical Outreach Team, Andreas Klamm, Journalist, Gesundheits- und Krankenpfleger, Rettungssanitäter, Schillerstr. 31, D 67141 Neuhofen, Verbandsgemeinde Rheinauen, Rheinland-Pfalz, Tel. 0621 4909 650 117, Fax 06236 48 90 449, E-Mail: andreasklamm@hotmail.com und E-Mail: andreas@radiotvinfo.org, Internet: www.regionalhilfe.org, www.regionalhilfe.de

Beitrag als PDF in Druckversion:

 

Link: